Von einer die auszog, um die amerikanische Kultur zu studieren

Bis Juni 2012 habe ich in Ashland, OR, an der SOU studiert. Seitdem bin ich wieder in Deutschlandund berichte unter anderem von meinen Reisen.

Monday, January 23, 2012

Peinliches im Chor

Ich habe zwei mal die Woche fuer jeweils 2 Stunden Chor. Die meisten Studenten haben Musik als Hauptfach und werden zu professionellen Saengern ausgebildet. Wir singen verschiedene Lieder aus dem 17. Jahrhundert in Englisch, Deutsch, Franzoesisch und Italienisch.
Bisher ist alles gut gegangen und ich konnte mich unauffaellig in die letzte Reihe druecken. Zu meinem Unglueck hat sich heute ein Maedchen gemeldet, dass mich kennt und der Lehrerin offenbart, dass ich Deutsche bin. Ich denke sie wollte mir einen Gefallen tun, aber leider hatte ich daran keine richtige Freude. Aus dem Stehgreif sollte ich uebersetzen was folgender Liedtext bedeutet:

Nun tret herbei, ein jeder frei und helft uns singen.
Gleich Brued'r, gleich Kapp'n! Lasst uns fein schnapp'n nach'm kalten Wein.
Wie deucht euch wohl, ob dies nicht soll Wunderleben sein?

Habt ihr jemals in der Schule gelernt was "fein nach Wein schnappen" oder "Wunderleben" auf Englisch heisst?

Ich bereite mich schon auf die anderen Lieder vor, damit ich nicht wieder so dumm dastehe, aber zu folgendem Lied faellt mir auch nicht viel ein:

Der Kuckuck hat sich zu Tod gefalln von einer hohlen Weiden.
Wer will uns nun dies lange Jahr die Zeit und Weil vertreiben?
Mein Feinslieb hat mirein' Brief gesandt, darin so steht geschrieben,
sie hab ein' andern lieber denn mich und hab sich mein verziegen.
Dass sie sich mein verziegen hat, das tu ich nicht gross achten.
Lass fahren, was nicht bleiben will. Ich hab ein Sinn, der acht's nicht viel.

Nicht mal das Internet weiss, was "verziegen" bedeutet. Das wird noch was werden.

Wednesday, January 18, 2012

Schnee an der Kueste

Am Montagmorgen (freier Feiertag fuer Martin Luther King, Jrs. Geburtstag) lag endlich der versprochene Schnee am Strand.  Als die Sonne aufging ist das meiste aber schnell weggeschmolzen. Dieser sehr warme Winter ist sehr ungewoehnlich fuer Oregon und koennte im Sommer zu grossen Problemen durch fehlendes Wasser fuehren.

 Aber an den Fluessen hatte sich der Schnee noch etwas laenger gehalten. Das Wasser war so klar und viele Angler waren unterwegs.

Auf der Rueckfahrt war es zum Glueck nicht so glatt wie erwartet und wir brauchten auch keine Schneeketten. Sehr gesegnete Fahrt.






Redwoods

 Die Redwoods sind die Baeume, die so gross werden, dass man manchmal mit dem Auto drunter durch fahren kann. Ganz so grosse haben wir nicht gefunden, aber in den trees of mystery konnte man allerlei wunderliche Baeume bestaunen und am Ende sogar mit einer Gondel fahren.
In dieser Kathedrale werden tatsaechlich Hochzeiten abgehalten. Sie ist mehrere Hundert Jahre alt.

Oregons Kueste

 Auf dem Weg nach Brookings, Oregon, kamen wir an dieser Holzschnitzerei vorbei. Weil Oregon ja stark bewaldet ist, gibt es Unmengen an Treibholz, das angeschwemmt wird. Dieser Kuenstler verarbeitet es zu Kunstwerken. Natuerlich konnten wir nicht am purple fountain vorbei gehen. Meine Haende waren noch bis zum Abend lila vom Wasser und Schaum.
Das Wetter war das ganze Wochenende ueber sonnig und so konnten wir die Strandspaziergaenge richtig geniessen. Es gibt auch Gezeiten, hier gerade Ebbe, denke ich.
Hannah ist ueber den Strand gallopiert und hat staendig andere Hunde zum spielen gefunden. Leider wurde auch eine tote Moewe zum Spielzeug. Am anderen Tag haben wir sogar eine tote Kuh am Strand gefunden. Wahrscheinlich ist sie von der Klippe gestuerzt oder von einer Stroemung erfasst worden und wurde dann hier angespuehlt. Walter war ueberzeugt, dass es eine japanische oder hawaiianische Kuh ist.
In den Felsen findet man tide pools (Tiedentuempel) mit verschiedenen Seetieren. Diese Seeanemone kann man sogar anfassen. Leider haben wir dabei nicht auf die Wellen geachtet und ploeztlich hatte uns eine besonders grosse Welle vom Land abgeschnitten und die Fuesse nass gemacht. Man darf dem Meer eben nie den Ruecken zukehren.

Tuesday, January 10, 2012

Abschied von New York

Der letzte Tag in New York war herrlich sonnig und ich bin die Promenade am Hudson-River downtown gelaufen.

Fuer den Abend hatte ich das Mamma Mia Ticket. Also ein perfekter Tag :-)









Es hat einige Tage gedauert, bis ich downtown und uptown endlich verstanden habe, weil fuer mich beides teuer aussah.
Downtown ist im Sueden und teuer, aber war mal billig. Uptown ist im Norden und war mal teuer und ist jetzt wahnsinnig teuer. Ein Uptown Girl ist also reich.

Der Heimflug nach Medford, Oregon, war die groesste Katastrophe, die man sich als Europaeer vorstellen kann. Es ist alles schief gegangen, was schief gehen kann. Die Amerikaner waren sehr gelassen - die kannten das schon. Aber es hiehlt auch einige gute Ueberraschungen bereit.
Am JFK in New York haben wir den Flug verpasst, weil wir erst am falschen Terminal waren. Netterweise wurden wir sofort ohne Zusatzkosten auf den naechsten Flug 8 Stunden spaeter gebucht. In einem Terminal mit mehreren Fastfoodrestaurants, Platz und Internet ist es auf jeden Fall keine Bestrafung.
Aber der Flug nach L.A. mussten mitten auf der Strecke zwischenlanden, weil es einer koreanischen Frau sehr schlecht ging und sie nicht erklaeren konnte, was ihr fehlt. Damit hatten wir 1,5 Stunden weniger zum Umsteigen in LA. Wir sind gerannt, soch der Flug nach Medford hatte sowieso 3 Stunden Verspaetung. Aber wir haben insgesamt 8 Freunde von der Uni getroffen, die zufaellig den selben Flug bekommen hatten. Grosse Reunion.
Nachts um 3 Uhr konnten wir endlich den Schluessel in die Tuer stecken! So ein Abenteuer!

Jetzt beginnt das neue Trimester! Neue Schulbuecher, neue Lehrer - wie in der Schule.

King of Queens

In meiner freien Zeit schaue ich oft King of Queens und so MUSSTE ich diesen Stadtteil auch besuchen. Das volle Gegenteil zu Manhattan. Es gibt viele einzelnstehende, wenn auch kleine Haeuser. Dort wo ich ausgestiegen bin, gibt es wohl eine grosse Spanisch sprechende Population. Fast alle Schilder waren in Spanisch. Da fuellt man sich fast wieder in Mexiko.
Dieser Globus kommt immer im Intro der Serie. Es war mir eine Ehre auch hier mal vorbei zu schauen. Die Sonne stand schon tief und es war eisig.

Broadway

Wer in New York ist, muss auch die Shows anschauen. Entweder man bekommt guenstige Tickets am TKTS Schalter (relativ guenstig) oder man nutzt den Studentenbonus aus und besorgt sich ein Student Rush Ticket (Glueck und Erfahrung noetig, weil jedes Theater andere Regeln hat)

 Bei der Blue Man Group waren wir einfach eine Stunde frueher da und habenunsere Ausweise vorgezeigt.
Die Show war toll und fast genauso wie in Berlin, aber ein winziges, winziges Theater.
Mein Verlangen war aber auch nach einer Show die "auf dem Broadway" ist. Morgens um 9.30 Uhr stand ich vor der Tuer um ein Student Ticket zu kaufen. Es hat sich gelohnt. Ich hab die Lieder laut mitgesungen und mitgetanzt. Die Asiaten vor mir und links und rechts von mir, waren etwas zurueckhaltender ;-)